Entdecken Sie unsere Produktkataloge – ZU DEN KATALOGEN

Digitaler Atlas-Copco-Drehmomentschlüssel an einer verschraubten Baugruppe
Schraubdaten

Schraubprozesse dokumentieren: Drehmoment, Drehwinkel und Rückverfolgbarkeit.

Welche Verbindung wurde wie verschraubt – und lässt sich das später einem Auftrag zuordnen? Kuhlmann unterstützt Industrie und Gewerbe in OWL dabei, Werkzeug, Schraubstrategie und Dokumentation gemeinsam zu planen.

Atlas-Copco-Tools-Partner seit 2008 · Unser Kollege Michael Gehner

Atlas-Copco-Messplatz mit Drehmomentschlüssel und digitaler Ergebnisanzeige

Für Montageplanung und Qualitätssicherung

Mehr als ein Wert.
Ein zuordenbarer Prozess.

Ein gespeichertes Drehmoment ist noch kein vollständiger Schraubnachweis. Erst die Verbindung von Auftrag, Schraubstelle, freigegebenen Vorgaben und Ergebnis macht die Aufzeichnung sinnvoll nutzbar.

  1. ZuordnenBauteil oder Auftrag und Schraubstelle eindeutig identifizieren.
  2. VerschraubenMit einem geeigneten Werkzeug und einer freigegebenen Schraubstrategie arbeiten.
  3. BewertenErgebnis mit den festgelegten Grenzen vergleichen und Abweichungen bearbeiten.
  4. AblegenErgebnisse und erforderliche Nacharbeit nachvollziehbar zum Auftrag speichern.

Gemeinsam klären wir, welche Daten Sie wirklich brauchen und wie sie in Ihren Arbeitsablauf passen.

Planungshilfe für Ihr Lastenheft

Was soll der Nachweis beantworten?

Diese Punkte sind ein Ausgangspunkt für das Gespräch – keine allgemeingültige Norm-Checkliste. Welche Angaben verpflichtend sind, hängt von Ihrem Prozess und Ihren Kundenanforderungen ab.

Woran wurde gearbeitet?
Auftrags- oder Bauteilkennung und eindeutige Schraubstelle.
Welche Vorgabe galt?
Freigegebenes Schraubprogramm mit Version sowie den vorgesehenen Ziel- und Überwachungsgrenzen.
Welches Werkzeug war im Einsatz?
Werkzeugkennung; erforderliche Prüf- oder Kalibriernachweise passend zum Einsatz.
Was wurde erfasst?
Zeitpunkt, Ergebnisstatus und – je nach System – Drehmoment, Drehwinkel und Schraubkurve.
Was geschah bei Abweichungen?
Bewertung, Sperrung oder freigegebene Nacharbeit mit Bezug zum ursprünglichen Ergebnis.
Ist der Datensatz später nutzbar?
Wiederauffindbarkeit, Zugriffsrechte, Sicherung und eine abgestimmte Aufbewahrung.

Drehmoment und Drehwinkel beschreiben den Schraubvorgang. Sie sind keine direkte Messung der Vorspannkraft. Reibung, Bauteile und Schraubstrategie beeinflussen das Ergebnis; deshalb gehören Schraubfallanalyse und Prozessfreigabe dazu.

Fachlicher Hintergrund: Atlas Copco: Schraubstrategien und Prozessüberwachung (englisch).

Anwendungsfälle aus Montage und Instandhaltung

Konkrete Aufgaben.
Passende Schraubprozesse.

Nicht nur bei Radmuttern stellt sich die Frage nach einer nachvollziehbaren Verschraubung. Diese Beispiele zeigen unterschiedliche Aufgaben – vom empfindlichen Kunststoffteil bis zur Wartung einer komplexen Maschine. Sie sind aus Herstellerinformationen abgeleitet, keine Kuhlmann-Kundenreferenzen.

Hydraulikverschraubungen

Welche Verbindung wurde wie montiert, wenn später Öl austritt?

Bei Industrie- und Landmaschinen können nicht eingehaltene Montagevorgaben zu undichten Hydraulikanschlüssen beitragen. Ein für den Anschluss ausgelegtes Schraubsystem kann Ergebnisse und Abweichungen erfassen. Die Zuordnung zur Verbindung unterstützt spätere Rückfragen und die Dokumentation von Nacharbeit.

Anschlussart, Dichtung, Werkzeugzugang und Herstellervorgaben gemeinsam prüfen. Ein aufgezeichnetes Drehmoment ist kein Dichtheitsnachweis.

Herstellerbeispiel: Atlas Copco: Hydraulikverbindungen in Industrie- und Landmaschinen (englisch).

Elektrische Leistungsbaugruppen

Sind Vorgabe und Schraubergebnis der richtigen Verbindung zugeordnet?

Stromschienen, Stromversorgungen und Serverbaugruppen enthalten Verbindungen, bei denen zu loses oder übermäßiges Anziehen Störungen verursachen kann. Dokumentiertes Verschrauben macht nachvollziehbar, welches freigegebene Programm an welcher Verbindung ausgeführt und welches Ergebnis erfasst wurde.

Der Montageprozess muss zur Baugruppe passen. Elektrische Sicherheits- und Funktionsprüfungen werden dadurch nicht ersetzt; keine Anleitung für Arbeiten unter Spannung.

Herstellerkontext: Atlas Copco: Elektronikfertigung, Abschnitt Data Centers (englisch).

Empfindliche Kunststoffbauteile

Warum reißen Gewinde nach einem Materialwechsel aus?

Bei kleinen Ventilpaketen oder vergleichbaren Kunststoffbaugruppen kann eine bisher passende Schraubstrategie nach einem Werkstoffwechsel ungeeignet sein. Überwachte Schraubverläufe unterstützen die Bewertung von Eindrehverhalten und Materialschwankungen. So lässt sich gezielt prüfen, wo die Strategie angepasst werden muss.

Die Auslegung erfolgt am Originalbauteil. Modell, Parameter und Ergebnisse eines Herstellerbeispiels lassen sich nicht ungeprüft übertragen.

Herstellerbeispiel: Atlas Copco: Materialwechsel bei Kunststoff-Ventilpaketen.

Maschinenmontage und Wartung

Wurde jede vorgesehene Schraubstelle bearbeitet – auch nach der Demontage?

Bei komplexen Maschinenmodulen sind viele Schraubstellen und Arbeitsschritte zu koordinieren. Eine geführte Sequenz mit Zuordnung zur Baugruppe und dokumentierten Ergebnissen unterstützt Montage und Wiederzusammenbau. Atlas Copco beschreibt diesen Bedarf am Beispiel von Anlagen für die Halbleiterfertigung; die Übertragbarkeit auf Ihre Maschine prüfen wir gemeinsam.

Eine reine Zählung von Schraubvorgängen beweist nicht, dass alle unterschiedlichen Schraubstellen bearbeitet wurden. Positionszuordnung und weitere Prüfungen sind passend zur Aufgabe auszulegen.

Herstellerbeispiel: Atlas Copco: Rückverfolgbarkeit bei Maschinenmontage und Wartung (englisch).

Weiteres Beispiel: Radmuttern und Nachweise bei Rückfragen

Zu fest angezogene Radmuttern können Gewinde beschädigen oder Radbolzen überdehnen. Maßgeblich sind die freigegebenen Vorgaben des Fahrzeug- und Komponentenherstellers.

Bei einer Reklamation können zuordenbare Schraubdaten die Ursachenklärung unterstützen: Welcher Auftrag? Welche Schraubstelle? Welches Programm? Welches erfasste Ergebnis? Gab es eine Abweichung oder Nacharbeit?

Zum technischen Risiko: Continental: Radmuttern und Drehmoment.

Dokumentation ersetzt keine fachgerechte Ausführung oder erforderliche Prüfungen. Ein gespeichertes „IO“ beweist allein keine fehlerfreie Verbindung. Aufzeichnungen garantieren weder Versicherungsschutz noch Haftungsfreiheit. Die Beispiele sind keine Montageanleitungen oder pauschalen Werkzeugempfehlungen.

Werkzeug, Steuerung und Software

Zusammen passend.
Nicht nur einzeln leistungsfähig.

Ein dokumentierender Schrauber, die Steuerung und die Datenablage müssen zusammenarbeiten. Ein vorhandenes Werkzeug liefert nicht automatisch alle benötigten Daten.

ToolsNet 8 ist beispielsweise eine Atlas-Copco-Lösung für Schraubdatendokumentation und Analyse. Funktionen für Berichte, Archivierung, Analyse und Meldungen werden passend zum Bedarf ausgewählt.

Welche Kombination für Sie geeignet ist, prüfen wir anhand der vorhandenen Werkzeuge und Steuerungen, Softwarestände, Schnittstellen und benötigten Lizenzen. Dazu gehören auch Ihre IT-Anforderungen und die Frage, wie Auftrag und Schraubergebnis zusammenfinden.

Herstellerinformation: Atlas Copco ToolsNet 8. Keine pauschale Kompatibilitäts-, Liefer- oder Leistungszusage.

Einrichten einer Atlas-Copco-Schraubersteuerung mit einem Laptop am Montagearbeitsplatz

Zubehör für gesteuerte Schraubsysteme

Der richtige Einsatz.
Der übersichtliche Arbeitsplatz.

Ein Schraubsystem endet nicht am Werkzeug. Passende Einsätze, eine eindeutige Programmauswahl und gut erkennbare Rückmeldungen unterstützen den Ablauf – besonders bei wechselnden Bauteilen und vielen Varianten.

Steckschlüssel und Schraubeinsätze

Schlüsselweite, Abtrieb, Bauraum und Belastung müssen zum Werkzeug und zur Schraubstelle passen. Geeignete Schutzlösungen können empfindliche Oberflächen vor Kratzern bewahren. Für maschinelles Verschrauben nur dafür freigegebene Einsätze verwenden.

Schraubeinsatz-Selektor

Bei vielen Varianten unterstützt ein Selektor die Zuordnung von Einsatz und Schraubprogramm. Je nach Steuerung und Konfiguration lässt sich die Entnahme eines Einsatzes mit der Programmauswahl oder einer Freigabe verknüpfen. Das kann Verwechslungen und Suchzeiten reduzieren.

Werkzeughalter

Ein definierter Ablageplatz hält das Werkzeug griffbereit. Zusammen mit einer abgestimmten Kabel- oder Schlauchführung lässt sich der Arbeitsplatz übersichtlicher gestalten – passend zu Greifwegen, Arbeitshöhe und vorhandener Einrichtung.

Drehmomentenstütze

Eine passend ausgelegte Stütze oder ein Drehmomentarm nimmt Reaktionskräfte auf und kann Mitarbeitende beim Verschrauben entlasten. Drehmomentbereich, Bewegungsraum, Befestigung und mögliche Quetschstellen werden für den konkreten Arbeitsplatz geprüft.

Lichtsäule

Gut sichtbare Statussignale zeigen den nächsten Arbeitsschritt oder ein Schraubergebnis an. So können Mitarbeitende Abweichungen direkt erkennen und auf den vorgesehenen Nacharbeitsablauf reagieren. Signale und Bedeutung werden zur Steuerung passend eingerichtet.

Bedienkonsole

Eine Bedienkonsole ermöglicht je nach System die manuelle Auswahl freigegebener Programme und die Bedienung der Station. Eine klare Zuordnung unterstützt schnelle Variantenwechsel; Berechtigungen und Schutz vor Fehlwahl gehören zur Konfiguration.

Diese Bausteine können sowohl elektrische als auch geeignete pneumatische Schraubarbeitsplätze ergänzen. Selektor, Lichtsäule und Bedienkonsole benötigen passende Steuerungsfunktionen und Schnittstellen. Sie ersetzen weder die Datenablage noch die Freigabe des Schraubprozesses.

Herstellergrundlagen: Atlas Copco: Arbeitsplatz-Zubehör, Drehmomentarme und Selektor und Lichtsäule im Systemkontext.

Häufige Fragen

Vor der Werkzeugauswahl klären.

Was unterscheidet MFU, Kalibrierung und Schraubdokumentation?

Die Maschinenfähigkeitsuntersuchung (MFU) bewertet die Wiederholbarkeit eines Schraubwerkzeugs unter definierten Prüfbedingungen. Eine Kalibrierung ermittelt die Abweichung der Messwerte gegenüber einer Referenz. Die Schraubdokumentation ordnet dagegen die im Betrieb erfassten Ergebnisse einer Verbindung oder einem Auftrag zu.

Diese Nachweise beantworten unterschiedliche Fragen. Welche Prüfungen und Berichte Sie benötigen, klären wir anhand Ihres Werkzeugs und der Qualitätsanforderungen. Eine MFU allein bestätigt nicht die Qualität jeder späteren Verbindung.

Atlas Copco: Maschinenfähigkeitsuntersuchung

Inbetriebnahme, Prüfung und Wartung abstimmen

Reicht ein Drehmomentschlüssel für dokumentiertes Verschrauben?

Das hängt vom Werkzeug und Ihrem Nachweisbedarf ab. Ein mechanisch auslösender Schlüssel legt nicht automatisch einen digitalen, auftragsbezogenen Datensatz an. Wir klären, ob eine dokumentierende Lösung erforderlich ist und wie die Ergebnisse zugeordnet werden.

Lassen sich unsere vorhandenen Schrauber einbinden?

Das lässt sich erst mit Werkzeugmodell, Steuerung, Softwarestand und gewünschter Datenübergabe beurteilen. Teilen Sie uns diese Angaben mit, soweit sie vorliegen. Wir prüfen die passende Kombination und mögliche Ergänzungen.

Wie lange sollen Schraubdaten aufbewahrt werden?

Wir legen keine pauschale Frist fest. Stimmen Sie Nachweisbedarf, Kundenanforderungen und Ihre internen Vorgaben mit Qualitätssicherung und den zuständigen Stellen ab. Darauf wird die technische Datenablage ausgelegt.

Können wir den Schraubfall vor Ort gemeinsam ansehen?

Ja, nach Abstimmung können wir Ihre Anwendung vor Ort analysieren und geeignete Demowerkzeuge erproben. Unser Kollege Michael Gehner koordiniert den Termin und den erforderlichen Umfang.

Persönlich in Lage und OWL

Ihr Schraubfall.
Unser nächstes Gespräch.

Unser Kollege Michael Gehner bespricht mit Ihnen, was Sie montieren, welche Vorgaben gelten und was später nachgewiesen werden soll.

05232 9505-62
michael.gehner@kuhlmann-gruppe.de

Kuhlmann GmbH & Co. KG · Im Seelenkamp 2 · 32791 Lage

Unser Atlas-Copco-Tools-Vertriebsgebiet: alle PLZ 32xxx sowie 333xx bis 338xx. Beratung und Vor-Ort-Termine nach Abstimmung.

Das hilft beim Einstieg

  • Bauteil, Verbindung und bisheriger Ablauf
  • Vorhandene Werkzeuge und Steuerungen, soweit bekannt
  • Qualitäts- und Dokumentationsanforderungen
  • Standort und gewünschter nächster Schritt

Sie müssen noch keine fertige Lösung kennen. Wählen Sie im Anfrageformular „Schraubtechnik / dokumentierte Verschraubung“ – oder das Anliegen, das besser zu Ihrer Aufgabe passt.

Für gewerbliche Kunden. Anfrage unverbindlich; Umfang, Konditionen, Verfügbarkeit und Termine stimmen wir individuell ab.

Bildmotive aus bereitgestelltem Atlas-Copco-Bildmaterial; keine Kuhlmann-Kundenreferenzen.

Zum gesamten Atlas-Copco-Tools-Leistungsspektrum