„Zukunft braucht Herkunft“

Seit 1923 sind wir als mittelständisches, inhabergeführtes Großhandelsunternehmen im Raum OWL tätig und beraten und beliefern unsere Kunden aus Handwerk und Industrie.

Sie möchten mehr über uns und unsere Standorte im Wandel der Zeiten wissen? Blättern Sie hier in unserer Firmengeschichte...

1923

Aufgrund der strengen Materialkontingentierung ist die Warenbeschaffung sehr schwierig. Mit Gespannen und einer MIAG-Zugmaschine werden Schmiedeteile, Hufbeschlagartikel und Pflugteile aus dem Bergischen Land und Siegerland direkt von den Herstellerfirmen abgeholt.

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Gustav Kuhlmann pachtet von der lutherischen Kirchengemeinde am Sedanplatz ein Gelände von ca. 1.200 m² mit Lagerschuppen und Trägerplatz.

Sein Handel umfasst Stabstahl, Formstahl, Moniereisen, Installationsbedarf, Schrauben, Schmiedeartikel, Landmaschinenersatzteile, Werkzeuge und Holzbearbeitungsmaschinen.

Ernst-August Küstermann beginnt 1935 seine dreijährige Lehrzeit zum Großhandelskaufmann bei Kuhlmann & Co.

Kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges werden 10 Mitarbeiter beschäftigt.

1932

Im Jahr der Weltwirtschaftskrise 1932 trennen sich die Kaufleute Gustav Kuhlmann und August Raabe – als alleiniger Inhaber führt Gustav Kuhlmann die Firma unter dem Namen Kuhlmann & Co. fort.

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An der Kreuzung Lange Straße/Friedrichstraße wird der erste Geschäftsraum bezogen. Der Handel umfasst Schrauben und Schmiedebedarf vom eigenen Lager sowie Stabeisen, Bleche, Röhren ab Lager Hannover.

Neben den Schmiedekunden werden bald auch Möbelfabriken, Zimmereien und Tischlereien mit Holzbearbeitungsmaschinen beliefert.

1945

Gustav Kuhlmann und August Raabe gründen am 15. Juni 1923 in Lage die Eisen- und Eisenwarengroßhandlung Raabe & Kuhlmann.

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Man tauscht die Ware gegen Naturalien (lippische Mettwurst, lippischer Schinken).

Von den im Jahr 1939 beschäftigten 10 Mitarbeitern fallen 5 im Krieg oder werden vermisst.

Ein Bombenangriff im Februar 1945 beschädigt das Lagergebäude und einen Teil der Ware in der Sedanstraße. Vorübergehend wird der verbliebene Warenbestand auf zwei Bauernhöfe nach Heiden ausgelagert.

In den Jahren 1946 bis 1949 sind in der Sedanstraße umfangreiche Wiederaufbauarbeiten erforderlich. Das Warenlager wird mengenmäßig aufgestockt.

Ende 1949 kehrt Ernst-August Küstermann aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und wird wieder bei Kuhlmann & Co. tätig.

1952

Von der Stadt Lage erwirbt Gustav Kuhlmann 1952 ein 2.250 m² großes Grundstück an der Friedrich-Ebert-Straße, das 1955 bebaut wird.

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Nach dem Umzug von der Sedanstraße in die Friedrich-Ebert-Straße im Januar 1956 wird das Warensortiment auf die beginnende Baukonjunktur und den Industriebedarf umgestellt.

Innerhalb von drei Jahren verdoppelt sich der Umsatz.

1962

Im Jahr 1962 werden 20 Mitarbeiter beschäftigt, der Fuhrpark besteht aus 2 LKWs, 2 Anhängern sowie 3 PKWs.

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Der Firmengründer und Inhaber Gustav Kuhlmann verstirbt am 11.Mai 1964.

Seine einzige Tochter, Margarete, inzwischen verheiratet mit Ernst-August Küstermann, übernimmt die Geschäftsanteile ihres Vaters. Der bisherige Prokurist Ernst-August Küstermann wird alleiniger Geschäftsführer der Kuhlmann & Co. KG.

1965 wird auf dem Grundstück an der Friedrich-Ebert-Straße eine moderne Kranhalle mit zwei Brückenkrananlagen errichtet. Vier Jahre später ist der Eisen- und Stahlumsatz auf das Doppelte im Vergleich zu der Zeit vor dem Kranhallenbau angewachsen.

Die Werkzeugabteilung wird 1969 personell aufgestockt, das Sortiment an Handwerkzeugen, Kugellagern und Maschinen bedarfsgerecht erweitert.

Ein zusätzliches Lieferfahrzeug für den Werkzeugverkauf vor Ort wird angeschafft.

1970

Das Kleinteilelager an der Friedrich-Ebert-Straße wird 1970 komplett umgebaut und aufgestockt. So entsteht im Erdgeschoß ein moderner Verkaufs- und Ausstellungsraum für Werkzeuge/Maschinen, das Obergeschoß bietet Platz für neue, helle Büroräume.

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Anfang der 70er Jahre wird das Verkaufsprogramm um Türen, Zargen und Tore aus Stahl, Aluminium, Holz oder Kunststoff ergänzt. In der Gasstraße in Lage wird in gepachteten Räumlichkeiten eine Ausstellung für diese Bauelemente aufgebaut.

1973 kann das 50-jährige Bestehen der Firma Kuhlmann & Co. gefeiert werden. 34 Mitarbeiter werden zu diesem Zeitpunkt beschäftigt.

1974 erscheint der erste eigene Werkzeugkatalog der Fa. Kuhlmann & Co.

Die Umwandlung von einer Kommanditgesellschaft in die Kuhlmann & Co. GmbH erfolgt 1978. Geschäftsführender Gesellschafter ist Ernst-August Küstermann.

1982

1982 wird ein zusätzliches Grundstück im neuen Lagenser Gewerbegebiet Im Seelenkamp erworben.

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Das Grundstück wird 1983/84 mit einer modernen Vielzweckhalle von 1.150 m² bebaut. Die Abteilung Bauelemente zieht im Frühjahr 1984 von der Gasstraße in diese eigenen Büro-, Lager- und Ausstellungsräume Im Seelenkamp ein.

Im Oktober 1986 tritt Annette Küstermann in dritter Generation mit in die Leitung des elterlichen Betriebes ein.

1991

Der Leiter der Sparte Stahlprodukte, Horst Fritzensmeier, wird 1991 zum Prokuristen ernannt.

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1993/94 wird auf dem Grundstück Seelenkamp in achtmonatiger Bauzeit die vorhandene Vielzweckhalle umgebaut sowie eine Stahllagerhalle von 1.600 m² mit zwei Magnetkrananlagen neu errichtet. Der Umzug der Abteilungen Stahl, Werkzeuge/Maschinen sowie Eisenwaren/Schrauben in das Gewerbegebiet erfolgt im Mai 1994, alle Abteilungen sind jetzt an einem Standort konzentriert. Das Grundstück Friedrich-Ebert-Straße wird veräußert.

Zum 1. Juli 1994 beginnt die Mitgliedschaft im Einkaufsverband E/D/E Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH, sowie darin in der Marketinggemeinschaft Das Team.

Im November 1996 wird die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9002 bei Kuhlmann & Co. erfolgreich zertifiziert.

Zum 1. Januar 1998 werden Warenbestand und Anlagevermögen der bisherigen Wettbewerbsfirma Wiesner-Werkzeuge übernommen und am Standort Detmold das Unternehmen Wiesner & Kuhlmann Werkzeug- und Maschinengroßhandel neu gegründet.

Im Juni 1998 wird bei Kuhlmann & Co. das 75-jährige-Firmenjubiläum gefeiert. Zu diesem Zeitpunkt werden insgesamt 51 Mitarbeiter beschäftigt, davon 43 am Hauptstandort in Lage und 8 am Detmolder Standort bei Wiesner & Kuhlmann. Das Sortiment im Jubiläumsjahr umfasst die Warengruppen Stahlprodukte/Edelstahl, Werkzeuge/Maschinen/technische Artikel, Eisenwaren/Befestigungstechnik/ Arbeitsschutz sowie Türelemente/Industrie- und Garagentore/Antriebstechnik.

Der langjährige Mitarbeiter der ehemaligen Firma Wiesner-Werkzeuge GmbH, Karl-Hermann Schlepper, erhält im Juni 1998 Prokura.

2001

Nach 3 ½ Jahren rechtlicher Selbständigkeit wird die Wiesner & Kuhlmann GmbH zum 01. Juli 2001 mit der Kuhlmann & Co. GmbH zu einem einzigen Unternehmen Kuhlmann & Co. GmbH verschmolzen.

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Diese rechtliche Zusammenführung unter einer einheitlichen Firmierung ermöglicht wichtige Synergieeffekte in den Bereichen Verwaltung, Einkauf und Logistik.

Im Frühjahr 2002 wird ein Grundstück mit Lagerhalle im Lagenser Gewerbegebiet Im Seelenkamp 5 gegenüber dem Hauptsitz des Unternehmens hinzuerworben. Das Bauelementelager mit Innentüren, Stahlzargen und Stahltüren wird dorthin umgezogen. Im bisherigen Bauelementelager wird eine Zwischendecke eingezogen und sämtliche Artikel der Warengruppen Eisenwaren, Arbeitsschutz, Befestigungstechnik, Werkzeuge, auch aus Detmold, werden zum Jahreswechsel 2002/2003 zentral in Lage eingelagert. Die gemieteten Räumlichkeiten in Detmold werden zum Jahresende 2002 aufgegeben.

Ab Januar 2003 agiert Firma Kuhlmann & Co. zentral von einem Standort in Lage aus.

Mit dem Eintritt in den Fachkreis Handwerkzeuge innerhalb des Einkaufsverbandes EDE schließt sich Kuhlmann & Co. mit 50 weiteren Werkzeugfachgroßhändlern in Deutschland zusammen, um durch gemeinsame Beschaffungsaktivitäten und einheitliche Konzepte in Werbung und Logistik die eigene Leistungsfähigkeit im Sinne der Kuhlmann-Kunden zu steigern.

Der Zugriff auf ein elektronisch gesteuertes Zentrallager für Werkzeuge am Sitz des EDE in Wuppertal gewährleistet ab Januar 2004 eine hohe Lieferbereitschaft für sämtliche Handwerkzeuge innerhalb von 24 Stunden zum Kuhlmann-Kunden.

Aktuell ist das Unternehmen Kuhlmann & Co. neben dem Fachkreis Handwerkzeuge in drei weiteren Fachkreisen innerhalb des EDE aktiv:

im Produktbereich Schrauben und Befestigung ist man dem EDE-Fachkreis Befestigungstechnik angeschlossen.

Für den Stahlsektor besteht eine Mitgliedschaft in der UnionStahl, dem Kreis der Stahlhandelsfirmen innerhalb des EDE.

Der Bereich Bauelemente gehört dem Fachkreis PRO.ELEMENT an.